Mittwoch, 21 April 2021 08:31

Befestigter Pferdeauslauf genehmigt

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Je länger ein Pferd sich frei bewegen kann, desto besser.|Paddockplatten bieten eine optimale Trennung zwischen Trag- und Tretschicht und wenn sie richtig verlegt sind, bieten sie obendrein zuverlässigen Schutz vor Matsch. Paddockplatten sind elastisch und schonen damit die Beine, Hufe und Gelenke der Pferde.|Paddockplatten bieten eine optimale Trennung zwischen Trag- und Tretschicht und wenn sie richtig verlegt sind, bieten sie obendrein zuverlässigen Schutz vor Matsch. Paddockplatten sind elastisch und schonen damit die Beine, Hufe und Gelenke der Pferde.|||| Je länger ein Pferd sich frei bewegen kann, desto besser.|Paddockplatten bieten eine optimale Trennung zwischen Trag- und Tretschicht und wenn sie richtig verlegt sind, bieten sie obendrein zuverlässigen Schutz vor Matsch. Paddockplatten sind elastisch und schonen damit die Beine, Hufe und Gelenke der Pferde.|Paddockplatten bieten eine optimale Trennung zwischen Trag- und Tretschicht und wenn sie richtig verlegt sind, bieten sie obendrein zuverlässigen Schutz vor Matsch. Paddockplatten sind elastisch und schonen damit die Beine, Hufe und Gelenke der Pferde.|||| Foto: privat|Foto: privat|Foto: privat||||

Um dem Anspruch an ausreichend freier Bewegung gerecht zu werden, brauchen Pferde Ausläufe und Weiden.

Vielerorts sind die Weiden in den Herbst- und Wintermonaten gesperrt. Dann müssen ganzjährig nutzbare, wetterfeste Ausläufe her. Der Boden solcher Ausläufe muss trittsicher, rutschfest und möglichst matschfrei sein. Naturböden halten den Strapazen durch Pferdehufe oft nicht stand. Deshalb empfehlen Leitlinien für artgerechte Pferdehaltung einen künstlichen Bodenaufbau. Einen solchen befestigten Pferde-Auslauf möchte nun die Pferdehalterin schaffen, die ihre Reittiere in einem Stall auf dem Grundstück Hellmannsberg 9 untergebracht hat. Daher stellte sie eine informelle Voranfrage an die Gemeinde Wonneberg auf Zulassung eines rund 460 Quadratmeter großen befestigten Auslaufs, der mit Kunststoff-Rasengittern, Paddock-Platten ausgelegt werden soll. Mit diesem System aus Kunststoffwaben können die Tiere auch im Winter draußen auf der Weide sein, ohne dass sich der Mutterboden unter den Pferdehufen in puren Matsch verwandelt. Dafür zeigte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Verständnis und befürwortete das Vorhaben einstimmig.

 

„Das Regenwasser sickert durch die entsprechenden Waben in den Boden.“ Diese Befestigung des Bodens erfolge ohne Unterbau, es seien keine Erdarbeiten, kein Schotter oder Kies notwendig. Die Paddock-Platten würden einfach auf einer Vliesgrundlage auf die Wiese ausgelegt und festgerüttelt, die Gitter mit normalem Mörtelsand aufgefüllt. „So kann der Auslauf bei Bedarf auch schnell und leicht wieder zurückgebaut werden“, teilte Bürgermeister Martin Fenninger zu dieser Anfrage zunächst mit. Da es sich aber um ein Vorhaben im Außenbereich handle, das nicht privilegiert sei, habe die Gemeinde die Voranfrage an das Landratsamt Traunstein weitergeleitet. Die Behörde habe die Ansicht vertreten, dass strenggenommen eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich wäre. „Der Sachverhalt wurde im Landratsamt noch einmal intern abgeklärt, ob in diesem Einzelfall nicht doch eine Befreiung vom Bebauungsplan vertretbar ist, weil es sich nur um einen befestigten Auslauf handelt, der keinen festen Unterbau benötigt.“ „Wir sind zu einem positiven Ergebnis gekommen.“ Die Möglichkeit des Erteilens einer Baugenehmigung einschließlich der erforderlichen Befreiung vom Bebauungsplan Hellmannsberg hänge nun von der Gemeinde ab. „Wenn die Gemeinde einer Befreiung zustimmen könnte, würde das Landratsamt die Baugenehmigung samt der Befreiung in Aussicht stellen“, informierte Fenninger. Es solle aber sowohl dem Eigentümer des Grundstücks als auch der Antragstellerin erläutert werden, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handle, wenn die Gemeinde nun ihre Zustimmung erteile. Dies bedeute also, dass keine weiteren Befreiungen für mögliche weitere Anlagen erwartet werden dürften. Der Rat zeigte sich einverstanden mit dem Verlegen der Paddock-Platten und erteilte die erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan.

 

Im weiteren Verlauf der Sitzung gab es eine weitere informelle Voranfrage, der aber noch nicht zugestimmt worden ist. Dabei ging es um das Errichten einer Terrassenüberdachung auf einem Grundstück in Aichberg. Zum einen wurde Tiefe der Überdachung mit fünf Metern als zu groß beurteilt. Bürgermeister Martin Fenninger empfahl dem Bauwerber einen anderen Vorschlag mit einer geringeren Tiefe zu bringen. „Wir sind aber bereit, etwas mehr als drei Meter zuzugestehen, weil es sich beim Antragsteller um einen Rollstuhlfahrer handelt, der wohl mehr Platz zum Rangieren benötige.“ Er, Fenninger werde nochmals ein Gespräch mit dem Bauwerber führen.

 

Zum anderen lehnten die Räte die Überdachung der Terrasse ab, weil damit auch die als Grün- und Ausgleichsfläche ausgewiesene Zone auf der westlichen Seite des Gebäudes mit einem Dach versehen worden wäre, die laut Bebauungsplan also gar keine Terrassenfläche darstellt.

 

Ratsmitglied Christian Schnellinger forderte, dass der Bauwerber auch eine Begründung mitliefern solle, warum er ein so großes Terrassendach wünsche. „Dann tue ich mich mit einer Entscheidung leichter.“

 

Gelesen 77 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 21 April 2021 09:05