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Sonntag, 15 August 2021 12:20

Gründe für das Zögern beim Beschaffen von Raumluftfiltern

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|||| |||| Foto: Peter Wolff||||

Gründe für das Zögern beim Beschaffen von Raumluftfiltern

Das Wissen von Entscheidungsträgern in den Gemeinden über mobile Raumluftfilter lässt sich wohl so zusammenfassen: Wahrscheinlich bringen sie etwas im Kampf gegen Corona – jedenfalls da, wo sich Räume schlecht lüften lassen. Sie sind aber kein Allheilmittel, eher ein Mosaikstein im Gesamtbild von Testen, Impfen und Maskentragen. Teuer sind die Filter außerdem, jedenfalls die leistungsstarken und leisen Geräte. Warum sich viele Gemeinden, wie etwa Wonneberg ablehnend zeigen beim Beschaffen dieser Geräte, teilt der Bezirksverband Oberbayern des Bayerischen Gemeindetags in einem Schreiben an den bayerischen Kultusminister Piazolo mit.

 

Darin heißt es: „Ein ganz normales Schuljahr mit allen Schülerinnen und Schülern und täglicher Unterricht im Schulhaus, das ist ohne jeden Zweifel auch das Ziel des Gemeinderats.“ Zu sehr beeinträchtige der Wechselunterricht oder der rein digitale Unterricht die Entwicklung und die Bildungschancen der Kinder. „Deshalb werden wir uns auch als Kommune mit großem Engagement für den Präsenzunterricht einsetzen.“ Es sei grundsätzlich zu begrüßen, wenn sich der Freistaat Bayern auch finanziell beteilige und Luftreinigungsgeräte für jedes Klassenzimmer empfehle. „Für die nicht ausreichend belüftbaren Räume haben die Kommunen ohnehin schon im Frühjahr entsprechend viele Geräte angeschafft.“ Damit wir das Ziel, den uneingeschränkten Präsenzunterricht auch ohne Masken- und Testpflicht erreichen, brauchen wir jetzt detailliertere Spezifikationen für die jeweiligen Geräte.“ Zudem benötige die Gemeinde Gutachten, an welchen Standorten im Klassenzimmer das Aufstellen der Geräte technisch sinnvoll erscheint.

 

Die Gemeinde brauche im Sinne des Kinderwohls die uneingeschränkte und herstellerunabhängige Sicherheit, am besten zertifiziert. Zudem müsse gewährt sein, dass die Geräte keinen Lärm machen, der den Unterricht in irgendeiner Weise störe. „Vor allem aber brauchen wir die Gewissheit und die Zusage aus dem Kultusministerium, dass wir mit der Investition und der Installation dieser mobilen Geräte tatsächlich unser gemeinsames Ziel, den uneingeschränkten Präsenzunterricht, erreichen.“ Diese Zusage sei unerlässlich und zeitnah zu geben. Nur mit einer verbindlichen Zusage aus dem Ministerium könne eine Kommune zielgerichtet investieren. Es werde ohnehin – bei bestem Willen - schwierig bis unmöglich, angesichts der großen Unterschiede der Klassenräume, der Gerätespezifikationen und der bereits jetzt erkennbaren Lieferengpässe der Geräte bis zum Schulbeginn die Beschaffung abzuschließen. „Wir brauchen jetzt tragfähige und nachhaltige Lösungen und verlangen deshalb umgehend die Gewissheit, dass die getätigte Investition den Kindern dauerhaft nützen.“ „Schließlich wollen wir jetzt nicht für sehr viel Geld den Elektroschrott von morgen in unsere Klassenzimmer stellen.“

 

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