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Samstag, 20 November 2021 18:30

Ein Abend mit eher angenehmen Pflichten

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(von rechts): Bürgermeister Martin Fenninger bedankt sich beim ausgeschiedenen 2. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Wonneberg, Hans Helmberger, mit einem Geschenk und gratuliert dem vor kurzem wiedergewählten ersten Kommandanten Andreas Abstreiter. Die Gratulationswünsche galten auch Andreas Strohhammer, der die Nachfolge von Hellmerger antritt.|||| (von rechts): Bürgermeister Martin Fenninger bedankt sich beim ausgeschiedenen 2. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Wonneberg, Hans Helmberger, mit einem Geschenk und gratuliert dem vor kurzem wiedergewählten ersten Kommandanten Andreas Abstreiter. Die Gratulationswünsche galten auch Andreas Strohhammer, der die Nachfolge von Hellmerger antritt.|||| Foto: Caruso||||

Bürgerversammlungen durchzuführen ist verpflichtend für Gemeinden – doch Corona hat dafür gesorgt, dass diese Art des Dialogs mit den Bürgern im letzten Jahr ruhte.

Umso größer war der eindrucksvolle Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Martin Fenninger in der diesjährigen Bürgerversammlung. Aufgrund des Hochschnellens der Infektionszahlen im ganzen Landkreis verzeichnete diese allerdings eine deutlich niedrigere Besucherzahl als vor Corona. Und wegen der wenigen Wortmeldungen, zu der auch viel Lob von Seiten eines Bürgers gehörte (wir berichteten), war es für das Gemeindeoberhaupt ein Abend mit eher angenehmen Pflichten, zu denen sein Dankeschön an zahlreiche Gemeindebürger zählte.

 

Wie Bürgermeister Martin Fenninger zunächst berichtete, wies die Gemeinde Ende 2020 1556 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Wonneberg auf. Im selben Jahr gab es acht Eheschließungen und 18 neue Erdenbürger. Den Kindergarten besuchten damals 49 Buben und Mädchen. In der Krippe wurden zehn Knirpse betreut. Der Schulverband Otting-Wonneberg bestand aus sechs Klassen mit 123 Schülern. Die Mittagsbetreuung in der Grundschule St. Leonhard, die bis 14 Uhr läuft, nahmen regelmäßig Kinder in Anspruch.

 

Aktuell denkt die Gemeinde über den Einbau einer zentralen Lüftungsanlage in das Schulgebäude nach. Die Anlage soll in den Räumen immer für frische und saubere Luft sorgen. Deren Einbau ist in den nächsten Sommerferien angedacht.

 

„Der Kostenpunkt liegt bei rund 500.000 Euro.“ Er rechne mit einem 80-prozentigem Zuschuss. Außerdem statte man die Klassenzimmer in absehbarer Zeit mit digitalen Tafeln aus. Ins Auge gefasst sei auch das Anbringen einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Kindergartens. „Ich bin auch sehr froh, dass wir den Breitbandausbau so stark vorangetrieben haben.“ Nun verfüge jeder Haushalt im Gemeindegebiet über einen Anschluss von über 30 Mbits, sagte Fenninger.

 

»Ein bisschen stolz« sei er als Bürgermeister auf den neuen, an das Schulgebäude angebauten Kindergarten, in der auch die Krippe untergebracht ist. Die Kommune habe sich als Träger der Schule und des Kindergartens in der Verantwortung gefühlt und im Zuge des Anbaus beide Gebäude barrierefrei gestaltet. „In der Schule gibt es jetzt auch einen Lift für Rollstuhlfahrer.“

 

Barrierefrei geplant sei auch das neue Bürgerhaus. „Ich hoffe, dass wir es bis Juni 2022 eröffnen und feierlich einweihen zu können. „Mit den Baufirmen habe man ein Riesenglück, es laufe alles wie am Schnürchen, sagte Fenninger und erläuterte den Fortgang der Bauarbeiten anhand zahlreicher Bilder. Nach der Fertigstellung des Hauses solle an einer der Außenfassaden eine digitale Anschlagtafel angebracht werden. Bei dieser Tafel mit einem interaktiven Display handele es sich um einen wind- und wetterfesten Touch- Terminal auf dem beispielsweise Dokumente mit öffentlichen Bekanntmachungen, sonstige amtliche Mitteilungen, digitale Plakate mit Hinweisen auf Vereinsfeste und ähnliches eingesehen und abgerufen werden können. Über die konkreten Inhalte entscheide die Gemeinde dann. Das „Digitale Alpendorf“, ein Programm, mit dem der Freistaat Bayern die Digitalisierung im ländlichen Raum unterstützt, fördere die Anschlagtafel, sagte Fenninger, nachdem er die Regionalinitiativen wie die ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung), die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel und die Leader Aktionsgruppe Traun-Alz Salzachtal kurz vorgestellt hatte, in deren Verbünde sich auch Wonneberg engagiert. Über diese Regionalinitiativen könne Wonneberg staatliche Fördergelder für unterschiedliche Vorhaben abrufen. „Auch das Bürgerhaus wurde zu rund zwei Dritteln mit staatlicher Hilfe finanziert.“ Von den errechneten Gesamtkosten in Höhe von rund 3,1 Mio. Euro verbleibe so für Wonneberg nur noch ein Betrag von etwa 652.000 Euro.

 

Damit sich die Gemeindebürger mit Wohnraum versorgen können, habe die Gemeinde Verfahren zur Aufstellung von Bebauungsplänen in Hellmannsberg, in Plattenberg und in Enzersdorf eingeleitet. Alle drei Gebiete seien nach Abschluss der entsprechenden Verfahren mit Wohnhäusern bebaubar. Insgesamt entstünden 18 neue Bauparzellen. „Die Bebauungspläne enthalten dann auch bestimmte Vorgaben, die von der Gemeinde zur Bebauung von Grundstücken festgelegt wurden.“ Fenninger bat Bauwerber in allen Ortsteilen sich an die Festsetzungen von Bebauungsplänen zu halten. Aber: „Das Landratsamt ist die Bauaufsichtsbehörde und nicht die Gemeinde“, stellte er klar.

 

Martin Fenninger erinnerte auch daran, dass die Äste von Bäumen und Sträuchern an den Grenzen zu öffentlichen Verkehrsflächen regelmäßig zurückgeschnitten werden müssen. Sie seien so zu trimmen, dass weder Fußgänger noch Fahrzeuge beeinträchtigt werden. „Für die bei Hochwasser in einen Bach gefallene Bäume sind die Grundstücksbesitzer verantwortlich.“

 

Darüber hinaus nutzte Bürgermeister Fenninger die Bürgerversammlung, um einen verdienten Feuerwehrmann zu ehren und den neu gewählten Kommandanten Andreas Abstreiter und seinen Stellvertreter Andreas Strohhammer vorzustellen. So dankte das Gemeindeoberhaupt dem scheidenden zweiten Kommandanten, Helmut Helmberger, im Namen der Gemeindebürger für seinen selbstlosen Einsatz in den letzten 18 Jahren. Viele würden die Hilfe der Feuerwehr als selbstredend ansehen, wobei es aber keine Selbstverständlichkeit sei, die Arbeit, die Familie und die Freizeit auf den Dienst am Nächsten abzustimmen und immer wieder zurückzustellen. „Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür.“ Leicht gerührt durfte Helmberger dann das Erinnerungsgeschenk, eine Figur des heiligen Florians, des Schutzpatrons der Feuerwehrleute entgegennehmen.

 

Ein großes Lob sprach Fenninger den kirchlichen Vertretern und besonders dem Gemeindereferenten Martin Riedl aus. Das Lob galt auch den emsigen Mitgliedern der Ortsvereine und allen Bürgern, „die sich für das Gemeinwohl einsetzen und dafür Sorge tragen, dass die Gemeinde so lebenswert bleibt, wie sie jetzt ist“.

 

Dazu trägt auch Konrad Kriegenhofer bei: Seit sieben Jahren leitet er den Wonneberger Bauhof und feierte vor kurzem seinen 70. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörte auch der Bürgermeister und seine Frau Irmgard Fenninger. Der Rathauschef brachte ihm namens der Gemeinde ein Geschenkkörbchen mit und sprach ihm ein Dankeschön für sein Engagement aus.

 

Irmgard Fenninger ist ebenfalls gesellschaftlich engagiert. Als Behindertenbeauftragte gehört sie neben Birgit Bleibinger (Familienbeauftragte) und den beiden Jugendbeauftragten Martina Poller und Bernhard Kriegenhofer zu den kommunalen Sozialbeauftragten. Ihnen galt ebenfalls der Dank des Bürgermeisters. „Heuer möchte ich mich aber ganz besonders bei Martin Riedl bedanken, der sich bei der Kirche immer wieder dafür stark gemacht habe, dass wir gemeinschaftlich auch das Kirchenumfeld, das das neue Bürgerhaus umgibt, erneuern können.“ Riedl habe sich auch nicht nur dafür eingesetzt, das Pfarrbüro im Bürgerhaus unterzubringen, für den das Erzbistum einen Kostenzuschuss leistet, sondern auch für die Renovierung der Kirchenfassade, des Kirchendaches und die Neugestaltung des Kircheneingangs.

 

Schließlich wurde bei dieser Bürgerversammlung im Gasthaus Alpenblick in Weibhausen noch bekanntgeben, dass sich rund 7.800 Euro im Topf des Sozialfonds und weitere 7.658 Euro im Vereinsfonds angesammelt haben. Mit den Geldern aus dem Sozialfonds könne Gemeindebürgern, die unverschuldet in eine Notsituation geraten sind, rasch und unbürokratisch geholfen werden.

 

Gelesen 77 mal Letzte Änderung am Samstag, 20 November 2021 18:35
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