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Sonntag, 19 Juni 2022 19:02

Oldtimer-Treffen in Plattenberg

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Mit von der Partie war auch Gerhard Huber, der wie seine Freunde aus „Neuwimm“ einen edlen Karmann-Ghia vorstellte.|Der kleine Tobias beim Probesitzen auf einem Porsche-Traktor. Das Dieselross hat 25 PS, stammt aus dem Jahr 1959 und ist in einem hervorragenden Zustand. Es gehört zum umfangreichen Traktoren-Fuhrpark, den der bereits verstorbene Georg Lankes, besser bekannt als „Porsche-Schorsch“ seinen 13 Enkelkindern hinterlassen hat. Wie ein Familienmitglied nun verriet, sind die Enkelkinder genauso Oldtimer- narrisch wie der Opa es einst war.|Der 170 V war für Daimler-Benz das bei weitem wichtigste Personenwagen-Modell der Vorkriegszeit und sicherte der Marke Mercedes-Benz einen Spitzenplatz in der Mittelklasse. Mit einem solchen 170 V-Roadster des Baujahres 1939 waren Walter Schneider und Hans Irlacher aus Surberg in Plattenberg unterwegs.|Und Lizzy knattert noch immer. Dieses Ford Model TT ist ein Lkw von Ford. Es basierte auf dem Ford Model T, dem ersten am Fließband montierten Automobil der Welt Eigentümer Richard Mayer aus Fridolfing sitzt vor dem tipptopp hergerichteten Truck von 1924.Mit dem Fahrzeug machte er auch kräftig Werbung für die weltgrößte Ausstellung an dampfbetriebenen Fahrzeugen „The Great Dorset Steam Fair“ in der englischen Grafschaft Dorset im kommenden August.|Der Buick Marquette (rechts im Bild) war eine Serie von Personenkraftwagen, die nur im Modelljahr 1930 von Buick in den USA gefertigt wurde. Daneben steht der Chevrolet „Independence“, der zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli im Jahr 1931, des Independence Day gebaut worden ist. Das Fahrzeug erinnert daran, was eigentlich das unwiderstehliche Versprechen des Automobils ist: Unabhängigkeit. Sowohl Anton Gnadl Senior als auch der Junior sind stolz auf ihre Fahrzeuge. Auf unserem Bild posieren (linksstehend) Karl Glaner und (kniend) Dominik Abstreiter die Organisatoren des Treffens mit Anton Gnadl jun.|||| Mit von der Partie war auch Gerhard Huber, der wie seine Freunde aus „Neuwimm“ einen edlen Karmann-Ghia vorstellte.|Der kleine Tobias beim Probesitzen auf einem Porsche-Traktor. Das Dieselross hat 25 PS, stammt aus dem Jahr 1959 und ist in einem hervorragenden Zustand. Es gehört zum umfangreichen Traktoren-Fuhrpark, den der bereits verstorbene Georg Lankes, besser bekannt als „Porsche-Schorsch“ seinen 13 Enkelkindern hinterlassen hat. Wie ein Familienmitglied nun verriet, sind die Enkelkinder genauso Oldtimer- narrisch wie der Opa es einst war.|Der 170 V war für Daimler-Benz das bei weitem wichtigste Personenwagen-Modell der Vorkriegszeit und sicherte der Marke Mercedes-Benz einen Spitzenplatz in der Mittelklasse. Mit einem solchen 170 V-Roadster des Baujahres 1939 waren Walter Schneider und Hans Irlacher aus Surberg in Plattenberg unterwegs.|Und Lizzy knattert noch immer. Dieses Ford Model TT ist ein Lkw von Ford. Es basierte auf dem Ford Model T, dem ersten am Fließband montierten Automobil der Welt Eigentümer Richard Mayer aus Fridolfing sitzt vor dem tipptopp hergerichteten Truck von 1924.Mit dem Fahrzeug machte er auch kräftig Werbung für die weltgrößte Ausstellung an dampfbetriebenen Fahrzeugen „The Great Dorset Steam Fair“ in der englischen Grafschaft Dorset im kommenden August.|Der Buick Marquette (rechts im Bild) war eine Serie von Personenkraftwagen, die nur im Modelljahr 1930 von Buick in den USA gefertigt wurde. Daneben steht der Chevrolet „Independence“, der zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli im Jahr 1931, des Independence Day gebaut worden ist. Das Fahrzeug erinnert daran, was eigentlich das unwiderstehliche Versprechen des Automobils ist: Unabhängigkeit. Sowohl Anton Gnadl Senior als auch der Junior sind stolz auf ihre Fahrzeuge. Auf unserem Bild posieren (linksstehend) Karl Glaner und (kniend) Dominik Abstreiter die Organisatoren des Treffens mit Anton Gnadl jun.|||| Bild: Caruso|Bild: Caruso|Bild: Caruso|Bild: Caruso|Bild: Caruso||||

„Veranstaltung, die alle Erwartungen übertroffen hat“

Wonneberg. Sie wirken wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit und doch kann sich kaum einer ihrem Charme entziehen – die Rede ist von Oldtimern. Während moderne Autos nahezu von allein fahren, erleben die Fahrer von Oldtimern ungefiltert die ganze Kraft des Automobils. Es gibt weder Servolenkung noch Einparkhilfe und das Navi sitzt in der Regel auf dem Beifahrersitz. Oldtimer sind Fahrzeuge mit einer eigenen Geschichte und einem eigenen Charakter. Man spürt in jeder Sekunde das Auto, man merkt die Beschleunigung und der Motor ist vergleichsweise laut. Was heutzutage wie ein Anachronismus wirkt, treibt Liebhabern so manches Mal die Tränen in die Augen.

 

So war das auch beim Plattenberger Oldie Feeling, wo sich auf dem Anwesen der Familie Huber eine Mischung aus Jung und Alt traf. Die Älteren kannten die Wagen, Zweiräder oder Traktoren noch aus erster Hand und die Jungen waren vor allem von den heutzutage ungewohnten Formen der Fahrzeuge fasziniert. Die standen liebevoll gepflegt in Reih und Glied und zogen die Blicke von Neugierigen auf sich. Unter den Ausstellern fanden sich ehemalige Kfz-Mechaniker bis hin zu Männern und Frauen, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Hobby Oldtimer verbindet. Was sie aber alle und auch mit der Riesenanzahl an Besuchern einte, war die Liebe zum Automobil, zum Schlepper, zum Moped oder Motorrad älteren Baujahrs.

 

Der Arbeiter- und Burschenverein Weibhausen-Wonneberg unter dem Vorsitz von Dominik Abstreiter hatte dieses Treffen zum zweiten Mal organisiert und konnte damit seinen Erfolg im Jahr 2019 nicht nur wiederholen, sondern noch deutlich übertreffen. Aufgrund von wesentlich mehr Exponaten und gestiegenen Besucherzahlen wurde es zu einem durchschlagenden Erfolg.

 

Ein Quäntchen Glück mit dem Wetter spielte heuer auch wieder eine Rolle, sodass die Veranstaltung mit ihren rund 500 Ausstellern und unzähligen Besuchern, darunter viele Familien mit Kindern wohl als rundum gelungen bezeichnet werden darf. Es war dieses Mal eine Mischung aus Erfahrungsaustausch unter Veteranen und geselligem Beisammensein, bei dem es nur zufriedene Gesichter gab.

 

Ein besonders glückliches Gesicht machte Alois Mühlbacher sen., der Gewinner des Hauptpreises: ein 30 Jahre altes Herkules-Mofa, das neben anderen attraktiven Preisen verlost worden war. Alois Mühlbacher will das Mofa seinem einjährigen Enkel schenken. Vielleicht gewinnen wir damit wieder einen Fan von alten Motorrädern und Mofas, historischen Autos, Lastern und Traktoren. „Von daher ist das gute alte Stück in die richtigen Hände gelangt“, meinte Karl Glaner. Er und Abstreiter freuten sich auch, den Eicher-Tretbulldog, den es als zweiten Preis gab, an Lukas Fenninger überreichen zu dürfen. Der dritte Preis, ein Ster wertvolles Brennholz, ging an Mattias Mader. Glaner ist Mitglied im Arbeiter- und Burschenverein und hatte einst die Idee, in seiner Heimatgemeinde ein Oldtimer-Treffen auf die Beine zu stellen.

 

Zur Gemütlichkeit an den auf schattigen Plätzen aufgestellten Tischen und Bänken, wo sich den ganzen Tag über die Besucher auch zu Gruppen und Grüppchen zusammenfanden, trug vor allem auch die Blaskapelle St. Leonhard bei, die mit ihren stimmungsvollen Klängen alle bestens unterhielt. Ins Gespräch kam man auch über das Essen. Denn die Gäste, unter die sich jede Menge Mitglieder von Oldtimer-Vereinen aus der Gegend mischten, hatten eine große Auswahl an herzhaften und traditionellen Schmankerln, wie Weißwürste oder Grillhendl und an hausgemachten Kuchen und Torten, gebacken von der Dorfgemeinschaft. Bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad waren natürlich die kühlen Getränke besonders gefragt.

 

Während die Erwachsenen fachsimpelten, genossen Buben und Mädchen „Fahrspaß“ beim Probesitzen auf den Schleppern, drehten Runden mit dem Bobbycar oder hüpften munter in der Hüpfburg. Zudem ließ sich kaum eines der Kinder die Ausfahrt mit dem alten Feuerwehrauto entgehen, das alle mehrmals durch die Gegend kutschierte.

 

„Es war einfach eine wunderbare Veranstaltung, die unsere Erwartungen deutlich übertroffen haben“, zogen Karl Glaner und Dominik Abstreiter, eine positive Bilanz über dieses zweite Treffen in Plattenberg. „Zum guten Gelingen haben vor allem auch die rund 60 Helfer und Helferinnen vom Burschenverein und aus der Dirndlschaft beigetragen.“

Caruso Anneliese

 

Bilder, Videos und weitere Infos unter:

 

Gelesen 220 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 Juni 2022 09:55