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Montag, 15 Juni 2015 02:00

Auch der Bürgermeister ließ die Fuhrpeitsche knallen

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Rund 200 Besucher feierten bei zünftigem Stadlfest das 30. Jubiläum der Leonharder Goaßlschnalzer – Namhafte Gruppen aus der Region dabei

Mit einem zünftigen Stadlfest haben die Leonharder Goaßlschnalzer ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Motto „Zusammenkommen, ratschen, Musi machen“ erfreuten sich rund 200 Besucher an dem urigen Ambiente, dem traditionellen bayerischen Brauchtum, den temperamentvollen Klängen der Leonharder Musikband „Ois dabei“ und den witzigen Wortbeiträgen von Andi Heindl. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung“, freute sich Vorstand Thomas Poller, „ein gemütliches Beisammensein so wie früher.“

 

Neben den Leonhardern, die übrigens keinem Trachtenverein angehören, zeigten auch drei namhafte Schnalzergruppen aus der Region ihr Können. Die Truppe des GTEV Siegsdorf besteht zwar erst seit zwei Jahren, wurde aber – wie einst die St. Leonharder – von Paul Mayer äußerst fachkundig angelernt. Dagegen können die Schnalzer des GTEV „Ratzingerhöhe“ Greimharting bereits auf eine mehr als 30-jährige Tradition zurückblicken und bestachen durch ihre Routine. Nur zu viert waren die Goaßlschnalzer der GTEV „D'Alztaler“ Truchtlaching angereist. Aber das Quartett demonstrierte mit sehr präzisen Peitschenschwüngen, dass es nicht immer auf die Masse ankommt. Zwischen den Schnalzer-Einlagen glänzte der 19-jährige Andi Heindl als Geschichten- und Witzeerzähler. Der junge Waginger trat schon mit elf Jahren vor Publikum auf und begeisterte mit seiner natürlichen, schelmischen Art.

 

Wonnebergs Bürgermeister Martin Fenninger – Mitbegründer der Leonharder Goaßlschnalzer, selbst einst erfolgreicher Aktiver und 25 Jahre lang Vorstand – freute sich, an diesem Abend zahlreiche ehemalige Schnalzerkollegen wieder zu sehen. „Als Bürgermeister hat man schöne und nicht so schöne Dinge zu erledigen. Heute ist ein schöner Anlass“, betonte der Rathauschef. Er würdigte die Leonharder Goaßlschnalzer als einen „großen Werbeträger für die Gemeinde“. Auch die Band „Ois dabei“, die sich zum Großteil aus ehemaligen Mitgliedern der heimischen Goaßlschnalzer zusammensetzt, würde es sonst nicht geben, gab das Gemeindeoberhaupt zu bedenken. Zur „Gesellschaftspflege“, die in Wonneberg groß geschrieben wird, überreichte Fenninger an seinen Vorstandsnachfolger Thomas Poller einen Gutschein für eine deftige Brotzeit. Das Fass Bier dazu spendierten die Truchtlachinger Schnalzer und von der Musikgruppe „Ois dabei“ gab es noch den Schnaps  als Geburtstagspräsent.

 

Dass sie das Knallen mit der Fuhrpeitsche nicht verlernt haben, bewies anlässlich des Jubiläums auch eine Gruppe ehemaliger Leonharder Goaßlschnalzer. Von Martin Fenninger auf der Diatonischen Ziach begleitet, zeigten die zehn „AH-Schnalzer“ viel Taktgefühl, Ausdauer, Musikalität und Geschicklichkeit.
Höhepunkt des Abends war natürlich der Auftritt der Jubilare, die den begeisterten Gästen und Einheimischen ihre gekonnten Peitschenschwünge demonstrierten. Ganz nebenbei halfen die Leonharder Schnalzer auch noch tatkräftig beim Ausschank, beim Bedienen und Spülen mit und sorgten so für einen reibungslosen Ablauf des Stadlfestes.

 

Zu vorgerückter Stunde ließ es sich dann schließlich auch Bürgermeister Martin Fenninger nicht nehmen, mit einer gemischten Gruppe aus „alten“ und „jungen“ Leonhardern aufzuschnalzen. „Drei Jahre habe ich die Goaßl nicht in der Hand gehabt“, gab er unumwunden zu. Angemerkt hat man Fenninger diesen Umstand nicht. Das Ergebnis konnte sich sehen und - vor allem - hören lassen ...

mia

 

Gelesen 2082 mal Letzte Änderung am Dienstag, 27 Oktober 2020 17:25
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