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Dienstag, 16 Juni 2015 02:00

Die Faschingsgaudi hat sich richtig gelohnt

„Leada Faschingshochzeit“ brachte 9000 Euro für wohltätige Zwecke in der Gemeinde ein

Wonneberg. Bei der „3. Leada Faschingshochzeit“ am 31. Januar kamen 9000 Euro an Spendengeldern zusammen. Diese stolze Bilanz zogen jetzt die Organisatoren Andreas Abstreiter (Pfarrer), Manfred Huber und Richard Siglreitmaier (Hochzeitslader), Marion Mühlthaler (Bräutigam), Konrad Ufertinger (Braut) und Dominik Abstreiter (Trauzeuge). Das Geld wurde inzwischen an Gemeindebürger von St. Leonhard, die unverschuldet in Not geraten sind, verteilt.

 

Ihren Worten zufolge kam dieses überaus gute Ergebnis nur dank des großen Zusammenhalts zustande, das St. Leonhard auszeichne. „Nur deshalb kann man im Ort Großes auf die Beine stellen“, erklärte Andreas Abstreiter bei einem Gespräch mit der Heimatzeitung. Der Dank aller Akteure galt deshalb den vielen freiwilligen Helfern, ohne deren tatkräftige Unterstützung die Initiatoren und Organisatoren die Faschingshochzeit nicht hätten stemmen können. Ein großen Vergelt's Gott sagten sie den zahlreichen Spendern, bei denen der Geldbeutel so locker gesessen hat. Möglichkeiten, Geld für den guten Zweck zu spenden, gab es gleich mehrere: der Antrag des Bräutigams, das Hochzeitsladen, das Kranzbinden, der Henatanz und schließlich die Hochzeitsfeier.

 

Mit den Vorbereitungen der Faschingshochzeit wurde im vergangenen September mit regelmäßigen Sitzungen begonnen. Dabei ging es darum, die Aufgaben zu verteilen und die Rollen zu besetzen. Nach Heilig Drei König ging es mit dem Hochzeitsladen los. Rund 50 Mal waren die Hochzeitslader und auch das Brautpaar in der Gemeinde Wonneberg unterwegs. „Es war eine feucht-fröhliche, aber auch einmalig erlebnisreiche Zeit“, so Hochzeitslader Manfred Huber. Überall sei man schon erwartet und herzlich aufgenommen worden. Selbstverständlich habe es stets eine Brotzeit und reichlich Getränke gegeben.

 

Kurz vor der Faschingshochzeit sei ihnen noch einmal bang geworden, als sie den Wetterbericht gesehen hätten, meinte Siglreitmaier. Zum Glück habe das Wetter jedoch am Hochzeitstag pünktlich zur Trauung auf dem Misthaufen in St. Leonhard aufgerissen. Bei „Kaiserwetter“ konnte Pfarrer „Canale Grande“ Marinius Roglmoia und Konstanze vo Reiweimsting vermählen. „Man kann sich das (Wetter-)Glück auch erarbeiten“, sagte Andi Abstreiter. Auch die anschließende Hochzeitsfeier im Landgasthof Alpenblick in Weibhausen war ein voller Erfolg, die weder durch Streitereien noch durch Raufereien getrübt wurde. „Für alle Beteiligten war es ein einmaliges Erlebnis“, betonten die Brautleute Marion Mühlthaler und Konrad Ufertinger.

 

Dass anschließend eine größere Erholungsphase notwendig war, kann sich jeder vorstellen. Dann begann die letzte und schönste Aufgabe, nämlich das Verteilen des Geldes. Es wurden einige Gespräche geführt, denn den Protagonisten war von Anfang an klar, dass sie eine derart große Summe auf verschiedene Empfänger innerhalb der Gemeinde aufteilen wollten. „Uns sind einige Grübeleien nicht erspart geblieben“, machte Dominik Abstreiter deutlich. Die Spenden wurden dann von ihnen persönlich übergeben. Dabei hätten sie unbeschreiblich schöne und ergreifende Augenblicke erlebt, betonten alle. Dies seien Momente gewesen, in denen ihnen viel von der vielen Arbeit zurück gegeben worden sei.

Text und Foto: Günter Buthke jun.

 

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