30. Adventskonzert in der Wallfahrtskirche in St. Leonhard – Zahlreiche Gruppen traten auf.
Zum 30. Mal fand in der St. Leonharder Wallfahrtskirche das traditionelle Adventssingen des Kulturvereins Wonneberg statt.
Andreas Fenninger, der die Leitung der Veranstaltung innehatte, hieß die Besucher und die Musizierenden in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche willkommen. Er freute sich, dass es ihm wieder gelungen sei, so hochkarätige Musikgruppen gewinnen zu können, die für den guten Zweck spielen. Der Erlös des Abends geht an den Wonneberger Sozialfond.
Das enorm zahlreiche Publikum durfte sich an einem Melodienreigen von adventlichen Liedern, staden Weisen und auch schwungvollen Instrumentalstücken erfreuen. Sehr abwechslungsreich war das Programm der verschiedenen musikalischen Formationen. Zum Nachdenken und auch Schmunzeln regten die selbstverfassten Geschichten und Gedichte in Mundart von Elisabeth Schachner an, die sie zwischendurch persönlich vortrug.
Gleich zu Beginn blickte sie zurück in die Zeit vor 30 Jahren mit dem ersten Adventssingen. Wie doch die Zeit vergeht, manche seien da noch kleine Kinder gewesen, manche, die damals schon dabei waren, seien heute nicht mehr da. Für sie zündete sie in Erinnerung eine Kerze an. Elisabeth Schachner lud die Zuhörer ein, sich auf eine ganz besondere Weise berühren zu lassen, dem besinnlichen und leisen Adventskonzert zu lauschen. In ihren Gedichten und Geschichten befasste sie sich unter anderem mit dem Kommerz um Weihnachten.
Den exquisiten, musikalischen Reigen zündete die »Oberboarische Soatnmusi« mit dem zum Mitwiegen anregenden »Kathei Walzer«. Die fünf erstklassigen Musiker aus dem gesamten oberbayerischen Raum gaben auch das »Bacherl«, »Im Herrgottswinkel« und »'s jagerische Walzerl« zum Besten. »Geh Briada« hieß das Lied, das die Chiemgauer Sänger mit Zitherbegleitung als erstes vortrugen. »Kaiser Augustus« widmete der Männervierg'sang das nächste Lied. Ihren schönen Stimmen lauschte das Publikum auch gerne bei den Liedern »Losts auf, Buama« und »Still oh Himmel, still oh Erde«.
Die Thalberg Bläser rissen die Konzertbesucher teils aus ihren Träumen, da sie mit einer ganz anderen Lautstärke aufwarten konnten. Sie füllten den Kirchenraum mit den klaren Klängen ihrer Blasinstrumente. Seine wunderbaren Stimmen ließ der Leonharder Kirchenchor bei den Liedern »Tauet, Himmel, den Gerechten«, »Und unser lieben Frau«, »Wachet auf« und »Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt« erklingen. Unter der Leitung von Walli Hasenknopf brillierten die Sänger mit einer bemerkenswerten Präzision und einem warmen, vollen Chorklang, der die Mauern der Kirche auf feierliche Weise erfüllte. Die festlichen Schlussakkorde des Adventskonzerts durfte das Publikum singend selbst mitgestalten.
Geschenk für Fenninger
Andreas Fenninger fungierte seit 2018 als Leitung für das Adventssingen in St. Leonhard. Im Vorfeld hatte er schon angekündigt, dass das 30. sein letztes Mal sein werde. Gemeindereferent Martin Riedl lobte Fenninger im Namen des Kulturvereins für die Organisation des Adventssingens in all den Jahren, insbesondere des heuer wieder so wunderbar gelungenen Konzerts. Riedl überreichte ein Präsent.
Im Anschluss an das Adventssingen veranstaltete der St. Leonharder Kulturverein ein gemütliches Beisammensein im Bürgerhaus.
Linda Babl