»Das gibt es so sicher im Umkreis kein zweites Mal«, sagt Heinrich Siglbauer über Konrad Kriegenhofer. Der wurde jetzt bei einer kleinen Feier zum 100-jährigen Bestehen der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) St. Leonhard von Vorstand Michael Eder für 50 Jahre als Fähnrich ausgezeichnet.
Aber auch Siglbauer selbst wurde für seinen unermüdlichen Einsatz – insgesamt bringt er es auf 50 Jahre in der Vorstandschaft – für die KSK St. Leonhard geehrt. Seit seinem Eintritt in die KSK 1972 war er zunächst vierzehn Jahre zweiter Vorstand, dann war er 20 Jahre erster Vorstand, und zuletzt war er erneut zwölf Jahre zweiter Vorstand. Aktuell ergänzt Heinrich noch unermüdlich den Ausschuss. An dem Abend wurden auch noch für 50 Jahre treue Mitgliedschaft Josef Oppacher, Josef Mayer und Alois Siglbauer geehrt.
Kriegenhofer dürfte als Fähnrich mit so langer Dienstzeit in der gesamten Region einer von ganz wenigen, wenn nicht gar der Einzige sein. »Und wie's ausschaut, macht er das nochmal zehn Jahre«, lobt Siglbauer. Dabei trage Kriegenhofer die Fahne nicht nur zu wichtigen Anlässen, er kümmere sich auch regelmäßig um sie, erst recht seit der aufwändigen Restaurierung vor einigen Jahrzehnten.
»Mir war es immer wichtig, die Kriegsgeneration und die junge Generation zu vereinen, und ich denke, das haben wir hervorragend geschafft«, sagt Siglbauer. Heute hat die KSK St. Leonhard noch immer über 125 Mitglieder, was angesichts der abgeschafften Wehrpflicht nicht selbstverständlich ist. Dabei sei es gerade heutzutage wieder wichtig, die Menschen stets zum Frieden zu ermahnen. Und so war es ihm ein Anliegen, vor Jahrzehnten das Kriegerdenkmal an der Pfarrkirche zu renovieren. Mit der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge trage man jedes Jahr dazu bei, dass gefallene Soldaten nicht in Vergessenheit geraten.
Auch auf die Vereinsfinanzen legte Siglbauer in seiner Zeit in der Vorstandschaft viel Wert. Mit den regelmäßig veranstalteten Gartenfesten sei das auch gut gelungen.