Vorsitzender Glaner sprach über die Vorhaben und Neuerungen des Bürgerhausvereins Wonneberg
Über die geplante Anschaffung der PV-Anlage mit Stromspeicher informierte der Vorsitzende des Bürgerhausvereins, Karl Glaner, bei der Jahreshauptversammlung. Aber auch eine Neuerung des Nutzungsvertrags sowie der Rück- und Ausblick waren Themen der Versammlung.
Zur Anschaffung der PV-Anlage berichtete der Vorsitzende, dass diese voraussichtlich in den kommenden zwei Monaten realisiert werde. Der Verein wolle sich mit bis zu 5000 Euro beteiligen. Er regte an, weitere Ortsvereine bei der Finanzierung mit ins Boot zu nehmen. Die Stromkosten für das Bürgerhaus betragen jährlich rund 10 000 Euro, mit der PV-Anlage würden diese halbiert. Die Kosten für die Anlage würden sich in fünf bis sieben Jahren amortisiert haben. Mittlerweile habe sich der Betrieb zufriedenstellend gut eingespielt, griff Glaner die allgemeinen Themen zur Nutzung des Bürgerhauses auf. Weiterhin sei es wichtig, dass sich Vereine und private Nutzer an den Nutzungsvertrag halten würden. Es gebe jedoch eine Neuerung für die Buchung der Räume: Sollten an den Vortagen von Feierlichkeiten einzelne Räume zur Vorbereitung nötig sein oder auch Dekorationen gelagert werden müssen, so müssten die Räume nun auch an diesen Tagen gebucht und bezahlt werden.
Der Vorsitzende ließ auch das vergangene Vereinsjahr Revue passieren und erinnerte an die vielen Veranstaltungen im Bürgerhaus. So seien unter anderem der Heimatabend, das Weinfest und die Feier am Kirch-weihmontag wieder sehr gut besucht gewesen, so Glaner.
Schatzmeisterin Angelika Poller berichtete über die Finanzen des Vereins. Der Kontostand beträgt knapp 9950 Euro, der Kassenstand rund 930 Euro. Die Ausgaben des Jahres 2025 betrugen 42 900 Euro. Poller berichtete von zwei größeren Anschaffungen, zum einen die Beschallungsanlage, die mit 5000 Euro von der ILE Zukunftsregion bezuschusst wurde, und zum anderen den Anteil an der Klimaanlage mit 10 000 Euro. Der Betrag wurde mit zwei Zahlungen über jeweils 5000 Euro in den vergangenen beiden Jahren ausbezahlt. Auf der Ausgabenseite schlägt auch die Nutzungspauschale für das Bürgerhaus in Höhe von 10 400 Euro zu Buche. Die Einnahmen 2025 betrugen circa 47 000 Euro, wovon 6500 Euro an Umsatzsteuer abgingen.
Schriftführer Paul Mader begann seinen Bericht mit einem Zitat, welches er über das Wirtshaussterben gehört hatte: »Stirbt das Wirtshaus – stirbt der Ort«. In St. Leonhard gebe es zwar kein Wirtshaus mehr, jedoch lebe die ganze Gemeinde dank des Bürgerhauses, welches aus dem Ort nicht mehr wegzudenken sei. Dort werde die Gemeinschaft bei vielen Veranstaltungen gepflegt. Mader dankte Bürgermeister Martin Fenninger für die Weitsicht, sich für den Bau des Gebäudes stark gemacht zu haben. Er verwies zudem auf die von ihm gestaltete Chronik für das Jahr 2025.
Vorsitzender Karl Glaner blickte darüber hinaus auf die bereits heuer durchgeführten sowie noch geplanten Aktivitäten. Der im Februar erstmals veranstaltete Schorlesonntag sei so gut angenommen worden, dass er nun fest ins Jahresprogramm aufgenommen wird. Auch das altbewährte Weinfest, der musikalische Kirchweihmontag und die Bewirtung nach der Gräbersegnung an Allerheiligen seien wieder gesetzt. Der Frühjahrsputz im Bürgerhaus stehe am 18. April an.
Bürgermeister Fenninger würdigte Vorstandschaft und Mitglieder des Bürgerhausvereins für die gute Zusammenarbeit. Ab und zu werde er auf einen Brauereiwechsel angesprochen, aber dies halte er nicht für sinnvoll, habe man doch einen Supervertrag mit den »Steinern« ausgehandelt. Die Gemeinde berappe jährlich 25 000 bis 30 000 Euro für den Unterhalt des Bürgerhauses, informierte Fenninger. Das sei es aber wert, denn das Haus sei mittlerweile Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.
Gemeindereferent Martin Riedl regte an, unter dem Vordach des Bürgerhauses eine Bank für die vielen Radpilger, die nach St. Leonhard kommen würden, aufzustellen. Dort könnten sich diese bei Regen unterstellen oder hätten einen Platz für gemütliche Pausen. Auch könnte eine Fahrrad-Reparaturstation in der Nähe des Bürgerhauses sinnvoll sein. Für die Medienanlage brauche es jemanden, der sich damit auskennt, um derer Möglichkeiten auch auszunutzen. »Wir fahren hier einen Ferrari mit Standgas«, verglich er die Situation.
Linda Babl