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Stets ein gutes Miteinander im Gemeinderat
Die Bürger verteilten grüne Klebepunkte an Projekte, die ihnen wichtig sind. (Foto: Babl)

Stets ein gutes Miteinander im Gemeinderat

Gemeinsame Veranstaltung in Wonneberg: Wählergruppen blickten zurück – Programm für die Zukunft

 

Unter dem Motto »Miteinander für Wonneberg« stand eine gemeinsame Veranstaltung der drei Wählergruppen im Bürgerhaus. Rund 100 Bürger kamen zur Veranstaltung der Aktiven Wonneberger (AW), der Freien Bürgerliste (FBL) und der Überparteilichen Wählergruppe Wonneberg (ÜWW). Die Mitglieder der Gruppierungen betonten, dass in den vergangenen sechs Jahren im Gemeinderat fraktionsübergreifend – trotz manchem Ringens um einen Konsens – immer ein gutes Miteinander stattgefunden habe. Die Moderation übernahm Martin Riedl.

 

Bürgermeister Martin Fenninger gab einen Rückblick auf das, was die Gemeinde in den vergangenen 16 Jahren umsetzte. An zahlreichen Stellwänden waren die wichtigsten Vorhaben der letzten Zeit aufgelistet.

 

Nach den Ausführungen des Bürgermeisters erhielten die Besucher die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Jeder Besucher erhielt fünf grüne Klebepunkte, um die vorgestellten Projekte wertzuschätzen. Besonders die Bereiche Schule, Kindergarten, Bürgerhaus und Dorfplatz erhielten eine hohe Anzahl an Markierungen. Als sehr wichtig beurteilten die Bürger unter anderem auch die Erschließung von weiteren Baugebieten, den Erhalt und die Erweiterung des Straßennetzes, den Bau von PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und den Wasserrückhalt. Einzig die neue Sirene bekam keinen Punkt.

 

Auch konnten sich die Gäste mit Ideen für die Zukunft einbringen. Martin Riedl las die Zettel mit den Vorschlägen vor. Die Besucher regten einen Dorfladen, Gehwege rund um St. Leonhard, einen Rufbus und die Beseitigung von Leerständen an.

Zweiter Bürgermeister Hermann Eder sprach für die Kandidaten der Aktiven Wonneberger, die sich persönlich reihum vorstellten. »Die Bewerber der Liste bilden eine aktive und begeisterte Mannschaft, die etwas bewegen will und kann«, so Eder. Solche motivierten Leute brauche man auch künftig im Gemeinderat.

 

Für die Freie Bürgerliste Wonneberg ergriff deren Vorsitzender Richard Siglreitmaier das Wort. Er sei seit sechs Jahren Mitglied des Gemeinderats und habe in dieser Zeit erfahren dürfen, wie positiv sich der Zusammenhalt der einzelnen Fraktionen auf die Entwicklung der Gemeinde auswirkt. Seine Gruppierung habe sich zum Ziel gesetzt, sich weiterhin mit den anderen Wählergruppen gut auszutauschen und die Rahmenbedingungen in der Gemeinde so zu gestalten, dass sich jeder Bürger wohl fühlt.

 

Einen Rückblick auf die Entwicklung der Gemeinde seit 1945 und die amtierenden Bürgermeister in dieser Zeit hielten Stefan Daschiel, Claudia Wolff und Sepp Breitwieser von der Überparteilichen Wählergruppe Wonneberg. Die älteste Wählergruppe bestehe schon seit 80 Jahren, habe in dieser Zeit die Geschicke der Gemeinde grundlegend mitgestaltet. Daschiel hielt Rückschau auf die Jahre von 1945 bis 1990, Wolff berichtete über Projekte aus der 24-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Sepp Mayr und Breitwieser umriss die Eckpunkte der vergangenen zwölf Jahre unter Bürgermeister Fenninger. Die drei stellten die Kandidaten ihrer Liste anhand einer Bildpräsentation vor.

 

Der amtierende Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat der FBL, Martin Fenninger, lobte alle Kandidaten der drei Gruppierungen für ihre Bereitschaft, sich für den Gemeinderat zur Wahl zu stellen. Er sehe die Bewerber der anderen Gruppierungen nicht als Gegner, sondern als Mitbewerber. Seit seinem Amtsantritt sei im Gemeinderat der Fraktionszwang aufgehoben, sagte Fenninger, für ihn sei enorm wichtig, dass jedes Ratsmitglied seine eigene Entscheidung trifft. Der Bürgermeister machte auch darauf aufmerksam, dass dies definitiv die letzte Amtsperiode sei, für die er kandidiere. Das Gemeindeoberhaupt konnte nicht umhin, noch Kritik loszuwerden. Einerseits bekomme er durchwegs positive Rückmeldungen für seine Arbeit, jedoch müsse er sich immer wieder mit Leuten plagen, die querschießen, sich aber in keiner Weise konstruktiv am Gemeindeleben beteiligen. Vor 30 Jahren habe er bei seiner Wahl zum Gemeinderat versprochen, sich für das Wohl der Gemeinde und der Bürger einzusetzen. Dieses Versprechen habe er über die Jahre hinweg konsequent eingelöst. Für die kommende sechsjährige Amtsperiode freue er sich deshalb über ein starkes Mandat bei der anstehenden Bürgermeisterwahl.

 

Moderator Martin Riedl bat den Bürgermeister, das Programm für die Zukunft in der Wonneberger Gemeinde vorzustellen. In seinen Ausführungen informierte Fenninger über den geplanten Neubau des Bau- und Wertstoffhofs. Die Baulandausweisung für Familien und Gewerbe werden ebenso wie der Erhalt des Straßen- und Wegenetzes, der Ausbau erneuerbarer Energien, der Umweltschutz, die Förderung der Vereins- und Jugendarbeit und die Modernisierung der Feuerwehr weiterhin Themen der Gemeinderatsarbeit sein.

 

Die Leonharder Musikanten sorgten für eine gute Stimmung unter den Besuchern. 

 

Linda Babl

 

Alle Bilder zur gemeinsamen Veranstaltung der Wählergruppen im Bürgerhaus