• Slide-Wonneberg01-1140
  • Slide-Wonneberg02-1140
  • Slide-Wonneberg03-1140
Neues Urnengemeinschaftsgrab für 10 000 Euro geplant
Das Urnengemeinschaftsgrab auf dem Gemeindefriedhof soll auf der Wiese rechts neben dem Weg entstehen. (Foto: Babl)

Neues Urnengemeinschaftsgrab für 10 000 Euro geplant

Wonneberger Gemeinderat gibt zudem grünes Licht für 23 »Boarding Apartments« und Automatenmarkt

 

Der Gemeinderat sprach in seiner jüngsten Sitzung über mehrere Bauanträge sowie die Errichtung eines Urnengemeinschaftsgrabs am Gemeindefriedhof. Bürgermeister Martin Fenninger hatte in der vergangenen Sitzung das Gemeinschaftsgrab angeregt. Bürger, die diese Form der Beisetzung wünschen, müssten auf Friedhöfe außerhalb des Gemeindegebiets ausweichen, da auf dem gemeindlichen Friedhof derzeit dafür keine Möglichkeit besteht, begründete er seinen Vorschlag.

 

Bei einem Ortstermin besprach Fenninger mit einem Bestatter und einem Steinmetz kürzlich die Möglichkeiten für ein solches Gemeinschaftsgrab. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 10 000 Euro. Wie diese neue Ruhestätte konkret aussehen könnte, veranschaulichte Martin Fenninger nun in der jüngsten Sitzung anhand von Fotos. Die Aufnahmen zeigten sowohl die geplante Lage auf dem Areal als auch das gestalterische Konzept der neuen Grabstätte, das sich harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs einfügen soll. Das Gremium befürwortete die Maßnahme einstimmig. Um das Projekt noch bis Jahresende umzusetzen, bildete der Rat eine Arbeitsgruppe mit Claudia Wolff, Steffi Oppacher, Hermann Eder und Rathauschef Martin Fenninger.

 

Gremium für »Boarding Apartments«

 

Grünes Licht gab das Gremium für eine Nutzungsänderung von Gastzimmern zu »Boarding Apartments«. Dies sind möblierte Wohnungen für längere Aufenthalte, die eine eigenständige Haushaltsführung mit den Serviceleistungen eines Hotels verbinden. Außerdem ging es um die Planaktualisierung zu den Ursprungsgenehmigungen für das Hauptgebäude und das Bettenhaus an der Traunsteiner Straße 21 und 23 in Weibhausen.

 

Der Antragsteller möchte insgesamt 23 dieser »Boarding Apartments« einbauen. Zwei Wohnungen sind im Bestand bereits vorhanden. Außerdem sollen im 1. Obergeschoß elf Gastzimmer bestehen bleiben, um bei Veranstaltungen weiterhin Übernachtungsmöglichkeiten anbieten zu können. Der Veranstaltungsraum im Erdgeschoß soll ebenfalls erhalten bleiben. Gleiches gilt für die Gaststätte, jedoch in geringerem Umfang. Außerdem ist ein »24/7-Markt« mit Verkaufsautomaten geplant, dessen Eingangsbereich nach Westen und damit zur Straße hin ausgerichtet ist. Insofern dürfte ein etwaiger An- und Abfahrtsverkehr auch größtenteils in diesem Bereich erfolgen. Fassadenänderungen sind nur insofern geplant, um die Beleuchtung der Apartments zu ermöglichen.

 

Ob die geplanten wohnähnlichen Nutzungen durch die »Boarding Apartments« mit den Nutzungen im Veranstaltungsraum vereinbar sind, muss durch die Fachstelle Immissionsschutz geprüft werden. Laut Antragsteller sollen Hochzeiten und ähnliche Veranstaltungen nicht mehr stattfinden, lediglich der traditionelle Faschingsball ist weiterhin geplant.

 

In ihrer kurzen Diskussion zum Bauantrag befanden die Räte die Idee, einen Selbstbedienungsladen zu eröffnen, als unterstützenswert. Angesichts des steigenden Wohnraumbedarfs durch den Campus Chiemgau, der in naher Zukunft in Traunstein entstehen wird, sei die Umgestaltung der Gästezimmer zu »Boarding Apartments« eine zukunftsweisende Entscheidung.

 

Zirkelplatz für Pferde befürwortet

 

Auch für den Antrag eines Landwirts aus Zell für den Bau eines Zirkelplatzes für Pferde, einem sogenannten »Round-Pen«, gaben die Gemeinderäte ihre Zustimmung. Der Platz ist als runder, eingezäunter und grasloser Zirkelplatz mit einem Durchmesser von 20 Metern, also einer Größe von rund 314 Quadratmetern, geplant. Die Verwaltung kann nicht abschließend beurteilen, ob es sich um ein Vorhaben im Rahmen einer landwirtschaftlichen Privilegierung handelt oder um ein sogenanntes »Sonstiges Vorhaben«. Es könne sich aber auch um einen »mitgezogenen Teil« einer ansonsten landwirtschaftlichen Privilegierung handeln, informierte Bürgermeister Fenninger. Dies zu klären, obliegt nun dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein.

 

Bereits in der Aprilsitzung behandelte das Gremium einen Vorbescheidantrag für den Anbau einer Garage und die Erweiterung der Wohnfläche im Obergeschoß eines Wohnhauses in Untermoosen. Im finalen Bauantrag, den der Bauwerber nun stellte, gibt es einige Änderungen. Der Anbau soll einen Meter länger und nicht mehr unterkellert werden. Zudem wurde die Raumaufteilung im Obergeschoß verändert. Der Anbau ist mit den Maßen 5,77 mal 11,01 Meter geplant. Gemeinderat Karl Glaner bewertete das Bauvorhaben positiv, die Erweiterung des Gebäudes sei besonders flächensparend. Auch die anderen Ratsmitglieder hatten keine Einwände gegen das Vorhaben.

 

Die Gemeinde Surberg beabsichtigt, den Bebauungsplan »Surberg« neu aufzustellen. Als Nachbargemeinde wird daher Wonneberg am Verfahren beteiligt. Für die Wonneberger hat die Neuaufstellung des Bebauungsplans Surberg keine Nachteile beziehungsweise Beeinträchtigungen. Aus diesem Grund bestehen von Seiten der Kommune keine Einwände gegen die Planung. 

 

Linda Babl

 

 

  • Weitere Berichte zur Gemeinde Wonneberg:
    • Starkregen und Sturzfluten können auch in unserer Gemeinde erhebliche...

      Gemeinde Wonneberg blickt sorgenvoll auf die Mittelkürzungen der...

      Gelber Sack hätte Auswirkungen in Wonneberg

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.