Nach dem gelungenen Auftakt im Frühjahr mit ca. 150 neuen Streuobsthochstämmen in den Gemeinden der Ökomodellregion wird die Gemeinschaftsaktion der Gruppe Streuobst und Artenschutz mit dem Landschaftspflegeverband auch im Herbst fortgeführt.
Der Herbst ist eine sehr gute Pflanzzeit. Durch die lange Vorlaufzeit des Förderantrags, den der Landschaftspflegeverband gemeinsam für alle Antragsteller abfasst, ist der Abgabeschluss für beantragte Herbstpflanzungen bereits Mitte bis Ende Juni. Die Bäume – 8 Stück mindestens, im Idealfall sind alte regionale Sorten dabei - samt Wühlmausschutz und Pfosten werden vom bayerischen Umweltministerium und vom Landschaftspflegeverband gemeinsam finanziert, für die Pflanzung ist der Eigentümer verantwortlich.
Wir wollen ein Mosaik aus extensiven Lebensräumen schaffen, das nicht nur für gesundes und schmackhaftes Obst sorgt, sondern auch Wildtieren einen Lebensraum bietet und den Ortsrand landschaftlich aufwertet. Wer kann davon profitieren? Beispielsweise der Steinkauz: Noch vor ca. 30 Jahren war er in Bayern der häufigste Kauz, jetzt steht er am Rande des Aussterbens. Dabei ist er ein tüchtiger Mäusefänger und früher gern gesehener Mitbewohner in alten Streuobstbeständen. Auch Säugetiere wie Siebenschläfer oder Bilche, nicht zu vergessen viele Wildbienenarten, Schmetterlinge und Fledermäuse.
Wildobsthecken sind ebenfalls ein wichtiger Faktor zum Schutz von Bienen und Vögeln und liefern auch für uns Menschen jede Menge wilde Vitamine und Smoothie-Zutaten.
In der Verwaltungsgemeinschaft gibt es inzwischen ein bis zwei Handvoll Baumpaten, die sich für das Projekt Streuobst und Wildobst ganz praktisch engagieren – vom Gießen der neuen Pflanzungen bis zum Ausmähen des Grases um die Bäume. Die Gemeinden unterstützen beim Ausmähen größerer Flächen in kommunalem Eigentum.
Besonders gesucht sind weitere Flächen um landwirtschaftliche Anwesen, deshalb bittet die Ökomodellregion interessierte Landwirte, aber auch alle weiteren Grundstücksbesitzer mit Flächen in Ortsrandlage, sich zu melden. Wenn wir vor dem nahen Abgabeschluss Mitte Juni keinen Besichtigungstermin mehr vereinbaren können, besteht die Möglichkeit, sich gleich für die kommende Frühjahrspflanzung vormerken zu lassen – auch wenn das je nach Wetterlage mit mehr Gießaufwand verbunden ist.
Bitte melden Sie sich unter , auf der Gemeinde Waging unter 08681/4005-16 (vormittags) oder beim Landschaftspflegeverband unter 0861/ 58-393.