Probegrillen mit Bioprodukten aus der Region für Vereine am Fridolfinger Sportheim
Köstlich roch es, wenn man am Samstag in die Nähe des Fridolfinger Sportheims kam. Die Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel hatte verschiedene Vereinsvertreter aus Tittmoning, Fridolfing, Kirchanschöring, Petting, Waging und Wonneberg zu einem Probegrillen eingeladen. Ziel der Aktion war, die Vereine für die Möglichkeit zu sensibilisieren, bei Vereinsfesten schmackhafte Bio-Menüs von regionalen Erzeugern anzubieten.
Im gemütlichen Salettl hatten sich Vertreter der umliegenden Vereine zu einem Probeessen eingefunden und ließen sich mit Biohähnchen, Bio-Kruspelspitz und vegetarischen Bio-Goaßtalern von Bio-Direktvermarktern aus der Region verwöhnen. Gottfried Heilmaier aus der gleichnamigen Metzgerei in Waging bereitete gekonnt am Smoker die Köstlichkeiten für die Besucher zu.
Heilmaier sagte, dass das Rindfleisch, meist von Pinzgauer Rindern, das für den Bio-Kruspelspitz verwendet werde, unter der Marke Rupertirind verkauft werde. Die Rinder stünden meist nur etwa 500 Meter vom Schlachthaus entfernt und seien also direkt vor der Haustür, aus der Region um den Waginger See. Durch die Ökomodellregion wurde ein Netzwerk geschaffen, das es jetzt ermögliche, dass Biogemüsebauern, Kartoffelbauern, Metzger und andere sich zusammentun. So sei die Idee entstanden, auf die Vereine in der Region zuzugehen und sie für das Thema „Bio-Menüs auf Vereinsfesten“ zu sensibilisieren.
In Zusammenarbeit mit Direktvermarktern seien tolle Bio-Menüs entstanden, die nachhaltig und qualitativ hochwertig seien. Heilmaier bot an, auf Wunsch jedem interessierten Verein für sein Fest eine Kalkulation zu erstellen, damit man sehe, dass Qualität auch zu erschwinglichen Preisen möglich und die Zubereitung leicht zu handhaben sei. Er sei sicher, dass ein Bio-Menü eine willkommene Bereicherung für das Speisenangebot auf jedem Fest sei. Man müsse in der Bevölkerung wieder den Gedanken wecken, dass Essen wertvoll sei.
Der Vorsitzende des TSV Fridolfing und Zweite Bürgermeister Egon Kraus begrüßte die Gäste, unter denen auch die Bürgermeister Hans-Jörg Birner aus Kirchanschöring und Ursula Haas aus Taching am See waren. Statt immer nur Grillbrot könnten die Vereine ruhig einige der Ideen bei den Festivitäten umsetzen. Er hoffe, dass derWunsch nach Regionalität und Biokost nach Außen getragen werde und dass das Bio-Konzept Einzug in die Vereine halte.
Kirchanschörings Bürgermeister Birner sagte: „Dieses Konzept soll zeigen, dass Bio-Essen nichts Exotisches ist, sondern eine nahrhafte und gesunde Kost.“ Das Essen schmecke hervorragend. Projektmanagerin Marlene Berger-Stöckl freute sich, dass ein so großes Interesse bei den Vereinen bestehe. Es gehe ja nicht darum, nur noch auf Bio zu machen, wenn man die Bio-Menüs als Ergänzung nähme, wäre schon etwas gewonnen. Man unterstütze damit die heimischen Bauern. Sie bedankte sich auch bei der Brauerei Stein für das Biobier.
mos