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Augenweide, Bienenweide

Langsam verblüht sie, die wunderschöne Salbei-Bienenweide des Seniorenheims Waging an der Salzburger Straße.

Monatelang bot dieses kleine Stück Bienenweide Honigbienen, Hummeln – die mit ihren langen Rüsseln auf Lippenblütler wie Salbei besonders fliegen – und weiteren Wildbienen Nahrung, auf den violetten Flockenblumen und Disteln gaukelten Schmetterlinge, auf dem Boden tummelten sich Käfer und andere Insekten, es summte und krabbelte, der Farbton der Wiese wandelte sich von grün über blau zu bunt.

 

Inzwischen ist der Großteil der Wiese abgeblüht und damit eher grau-braun, aber nicht weniger wertvoll – Vögel wie Stieglitz und Distelfink finden Samen, die in unserer Landschaft immer seltener werden. Kräuter können absamen, Insekteneier entwickeln sich. 

 

Seniorenheim und Gemeinde zeigen, wie es gehen kann: blühende Inseln im Dorf zu schaffen, die nicht nur Bienen-, sondern auch Augenweide sind. Natürlich hält sich so ein Stück Natur nicht immer an menschliche Vorstellungen von Ordnung – der Salbei samt über den Wiesenrand aus und blüht im Rinnstein, Gräser hängen bei Nässe auf den Gehsteig. Dafür liefert die Wiese im Vorbeigehen den Passanten ein Stück Wohlbefinden mit und ist ein kleiner Baustein gegen die Verarmung und Verödung unserer Landschaft.