Mittwoch, 10 Juli 2019 07:51

Tun, was der Tag verlangt!

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Unter diesem Motto stand die diesjährige Pfarrverbandswallfahrt von Waging am 6. und 7. Juli. Gemeindereferent Martin Riedl leitete die Wallfahrt, die in diesem Jahr das Kloster Gars am Inn zum Ziel hatte.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt und St.Radigundis wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und beherbergt die Reliquien des seligen Pater Kasper Stanggassinger aus Berchtesgaden. 1899 gründeten die Redemptoristen im Kloster ihr neues Seminar und Pater Stanggassinger wurde in gleichen Jahr ihr Direktor. Das Gute und das Einfache waren Teil seiner Lebensleitlinien und so wird ihm auch das Motto der Wallfahrt zugesprochen.

 

Knapp 50 Wallfahrer starteten am Samstag früh um 5:00 nach einem Impuls. Mit dem wunderbaren Gefühl der aufgehenden Sonne im Rücken sammelte die Gruppe weitere Pilger in Weibhausen ein und ihr Weg führte ins Demmelfilz, an Kammer vorbei und durch Gerating nach Traunwalchen. Hier wurden alle um 8:10 im Pfarrheim von Gertraud Eder und Gabi Fenninger mit einem wunderbaren Frühstück empfangen. Der Weg führte weiter an der Traun entlang nach Stein und von dort zum Roiter bei Altenmarkt. Gegen Mittag wurden alle mit der hauseigenen Fähre über die Alz zum Mittagessen in dem schönen Biergarten übergesetzt. Gegen 14:00 war das Weiterziehen notwendig, denn ein gutes Stück Weg lag noch vor der Gruppe. Die Pilger erreichten um 15:45 St. Lambert am Seeoner See. Innerlich gestärkt ging die Reise weiter bis die Gruppe um 17:15 die Unterkunft, das Hotel Seeblick in Obing erreichte. Nach einer kleinen Stärkung nutzten viele vor dem Abendessen die Gelegenheit, im Obinger See zu schwimmen und zu entspannen, denn immerhin hat jeder aus der Gruppe 37 km zu Fuß zurückgelegt. Der ganze Tag verlief kurzweilig. Er wurde durch Impulse, Gebete, Gespräche untereinander und die überaus schönen Landschaftseindrücke bereichert.

 

Am Sonntag um 7:00 erfolgte der Start zum nächsten Etappenziel Schnaitsee. Über Gattenham und Sandgrub kamen die Pilger nach ca. 2,5 Stunden in Schnaitsee an. Durch Gewitter und Regen kam die Schar dennoch guten Mutes an, um sich mit weiteren Pilgern des Pfarrverbands auf den Weg zu machen. In Schnaitsee vergrößerte sich die Scharr der Pilger um weitere 15 Personen, unter ihnen auch Herr Pfarrer Ager. Von Regenschauer und grauen Wolken begleitet, führte die nächste zweistündige Etappe vorbei an der Ölmühle Garting, durch Loibersdorf zum Wildfreizeitpark Oberreith, wo eine kurze Mittgspause im Stehen jedem willkommen war. Der Weg führte über Wang weitere zwei Stunden, bis St. Mariä Himmelfahrt und St. Radegundis, 27 km von Obing und 17 km von Schnaitsee entfernt, erreicht war. Die von Hilde Krasauskeite angeführten Radlpilger überholte die Gruppe der Fußpilger zwischen Wang und Gars am Inn. Die Radlgruppe startete am Sonntag früh in Waging und trotzte den Unwirren des Wetters. Alle Pilger lagen sich am Ziel in den Armen und beglückwünschten sich gegenseitig! Großartig war die gesamte, von Simon Maierhofer erarbeitete Wegführung der Fußpilger.

 

Kurz nach 14:30 hielt Herr Pfarrer Ager die heilige Messe. Der Schwerpunkt seiner Predigt lag auf den Aufruf zur Freude gemäß der Lesung nach Jesája 66-10-14, die das Leben der Menschen doch viel mehr bereichert als mürrisches und unfreundliches Verhalten. Und was bedeutet hier Pater Stanggassingers Motto „Tun, was der Tag verlangt!“? Oft sind wir in Diskussionen und Debatten, welche teilweise auf weniger als Halbwissen basieren, hineingezogen und möglicherweise ärgern wir uns darüber noch. Im Gegensatz hierzu führt die Umsetzung des „Tun, was der Tag verlangt!“ zu mehr innerem Ausgleich, zur inneren Zufriedenheit und Gelassenheit. Ist das nicht unser aller Ziel?

 

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