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Mittwoch, 01 Dezember 2021 11:20

Nachhaltiges Pfandsystem in Gasthöfen – Speisen abholen ohne Müllberg

Gastwirt Franz Tanner|||| Gastwirt Franz Tanner|||| Foto: Franz Herbst||||

Anfang November, als absehbar war, dass es im Winterhalbjahr wieder zu massiven Umsatzeinbrüchen kommen kann, hat sich der Landgasthof Tanner stellvertretend für weitere Gasthöfe in Waging Gedanken zu einem nachhaltigen Mitnahmesystem für Speisen gemacht.

Durch den aktuellen Lockdown, wie lange er auch dauern wird, aber auch Absagen fast aller Weihnachtsfeiern und weitere Einschränkungen sind die Mitarbeiter nicht mehr sinnvoll beschäftigt, Kurzarbeit gilt es aber so weit wie möglich zu vermeiden. Vermeiden sollten wir auch den wachsenden Müllberg, der durch die Schließung aller Gasthöfe und das Mitnehmen warmer Speisen in Alu- und Styroporgefäßen von Tag zu Tag wächst.

 

Zum nachhaltigen Speisenangebot des biozertifizierten Gasthofs Tanner passen Einwegverpackungen, wenn auch aus Recycling-Produkten, nicht mehr grundsätzlich dazu. „Wir haben uns daher für das innovative Mehrwegsystem eines Rosenheimer Startups entschieden“, berichtet Franz Tanner vom Landgasthof. „Ab Mitte Dezember möchten wir all unseren Gästen anbieten, Speisen in der Mehrwegverpackung mitzunehmen. Diese Bowls (Schüsseln) mit Deckel werden mit € 5 Pfand berechnet und können bei allen Partnern, die bei diesem Mehrwegsystem mitmachen, gegen Pfandauslöse zurückgegeben werden. Diese sind leicht über die Homepage des zugehörigen Startups zu finden.“

 

Es ist nicht nur ein umweltverträglicher Umgang mit Rohstoffen und Verpackungsmaterial, sondern möglicherweise auch eine Erweiterung des Gästekreises, die sich über solche Dinge Gedanken machen und entsprechend konsequent handeln – das würde sich der Gasthof zumindest wünschen. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn gerade in der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel viele Kollegen mitmachen würden“, meint Gastwirt Franz Tanner. „Je mehr Wirte und Lokale sich an unserem gemeinsamen Pfandsystem beteiligen, desto wirkungsvoller wird es, und desto einfacher wird es auch für alle Kunden in der Handhabung“. Die Kosten seien überschaubar, auf mittlerer Sicht sogar unter denen der Einwegverpackung. Interessierte Gasthöfe können sich gern mit Franz Tanner in Verbindung setzen (Tel. 08681 – 69750).

 

Autor: ÖMR

 

Weitere Informationen

  • Ökomodellregion: Waginger See – Rupertiwinkel
  • Adresse: Rathaus, Salzburger Str. 1, 83329 Waging am See
  • Telefon: 08681 / 4005-37
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